Kücheneinrichtung Behindertentagesstätte
In der Sonderschule mit geistig und körperlich Behinderten lettischen und russischen Schülern
beenden jährlich 35 junge Menschen die Schule. Im allgemeinen sind 6 von ihnen schwerbehindert. Der Direktor
der Schule, Atis Brikmanis ist immer wieder in großer Sorge, denn diese Menschen fallen buchstäblich in ein
dunkles Loch. Für sie stehen bisher keinerlei Fortbildungsstätten zur Verfügung. Wenn sie keine Familie haben,
die sie aufnimmt, werden sie in entlegene Heime ohne Perspektiven verschickt.
In der Hafenstadt Liepaja / Libau leben zur Zeit 3340 behinderte Menschen,davon sind 325 im Alter zwischen
18 bis 35 Jahren. 25 von den geistig Behinderten empfinden sich als Glückspilze. Sie gehen täglich in die
Tagesstätte in der T. Breiksa iela und nehmen an Fortbildungsmaßnahmen teil. Sie werken mit Holz, Wolle, Ton
und Papier, sie musizieren gemeinsam und sind in ihrer eigenen Theatergruppe engagiert.
Den jungen Menschen soll auch der Zugang zu einem eigenständigeren Leben ermöglicht
werden. Dazu wird ein Raum in dem Tageszentrum zu einer Küche umgewandelt. Hier
werden die Übungen des täglichen Lebens vermittelt. Besprechen, was zum Essen
benötigt wird, einkaufen gehen mit Begleitung, Essenszubereitung und das Essen
gemeinsam in diesem Haus einnehmen. Um das erreichen zu können, wird noch
Einrichtungsmaterial für die Küche und sehr
viel Geschirr, Bestecke und Mobiliar benötigt.- Es wäre sinnvoll, wenn mit Geldern
des ausgedienten Lenindenkmal auch hier geholfen werden könnte.
Was geschieht mit den übrigen 300 unterschiedlich behinderten jungen Menschen ? In
enger Zusammenarbeit mit dem Sozialamt der Stadt Liepaja / Libau gibt es konkrete
Pläne über die Einrichtung von beschützten Werkstätten und betreuten
Wohngemeinschaften. Dazu bedarf es jedoch noch großer finanzieller Anstrengungen.
Nur gemeinschaftlich mit vielen auch europäischen helfenden Händen und der
Sicherstellung der Folgekostenübernahme vom Land und der Stadt selbst, wird auf
Dauer eine Verbesserung für die Menschen mit Behinderungen ermöglichen.